-
21.04.2017
- → Feminismus
Vergewaltigungsaufrufe in Burundi
Genf. Menschenrechtler haben auf öffentliche Vergewaltigungsaufrufe von Anhängern der Regierungspartei im zentralafrikanischen Staat Burundi reagiert. Die Miliz Imbonerakure, der Jugendarm der Regierungspartei CNDD-FDD, habe in mehreren Provinzen Märsche organisiert, erklärte das UN-Menschenrechtsbüro am Dienstag in Genf. Dabei hätten teils Hunderte Anhänger immer wieder Slogans zur Vergewaltigung oder Tötung von Gegnern skandiert. Nachdem in sozialen Medien Anfang April ein Video von einem solchen Marsch aufgetaucht sei, habe die Regierung dies zwar verurteilt. Es gebe aber Hinweise, dass Regierungsvertreter selbst seitdem ähnliche Märsche organisiert hätten. Dies sei höchst alarmierend, sagte der Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Raad Al-Hussein. »Besonders weil es bestätigt, was wir von Geflüchteten hören: dass organisierte Milizen Angst und Terror verbreiten.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!