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Vergewaltigungsaufrufe in Burundi

Genf. Menschenrechtler haben auf öffentliche Vergewaltigungsaufrufe von Anhängern der Regierungspartei im zentralafrikanischen Staat Burundi reagiert. Die Miliz Imbonerakure, der Jugendarm der Regierungspartei CNDD-FDD, habe in mehreren Provinzen Märsche organisiert, erklärte das UN-Menschenrechtsbüro am Dienstag in Genf. Dabei hätten teils Hunderte Anhänger immer wieder Slogans zur Vergewaltigung oder Tötung von Gegnern skandiert. Nachdem in sozialen Medien Anfang April ein Video von einem solchen Marsch aufgetaucht sei, habe die Regierung dies zwar verurteilt. Es gebe aber Hinweise, dass Regierungsvertreter selbst seitdem ähnliche Märsche organisiert hätten. Dies sei höchst alarmierend, sagte der Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Raad Al-Hussein. »Besonders weil es bestätigt, was wir von Geflüchteten hören: dass organisierte Milizen Angst und Terror verbreiten.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2017, Seite 15, Feminismus

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