Zum Inhalt der Seite

Zentralrat der Juden rügt AfD-Chefin

Berlin. Der Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ) wirft der AfD vor, Muslime pauschal als antisemitisch zu stigmatisieren. »Die Behauptung von Frauke Petry, die AfD sei einer der wenigen Garanten jüdischen Lebens, ist dreist«, erklärte der Präsident des Verbandes, Josef Schuster, am Donnerstag. Die AfD schüre Stimmung gegen Minderheiten. AfD-Chefin Frauke Petry hatte der Welt gesagt, ihre Partei sei »einer der wenigen politischen Garanten jüdischen Lebens auch in Zeiten illegaler antisemitischer Migration nach Deutschland«. Petry bezog sich damit auf Muslime. »Auch wenn es Sorgen in der jüdischen Gemeinschaft gibt wegen des Antisemitismus in der Gesellschaft und eben auch unter Muslimen, liegt es uns völlig fern, Muslime generell zu verdächtigen oder gar zu diskriminieren«, betonte Schuster. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2017, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!