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Frühe Warnung vor ­Berliner Attentäter

Düsseldorf. Eine frühe interne Warnung des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts zur hohen Gefährlichkeit des Attentäters vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, wurde am Wochenende öffentlich. Demnach alarmierte das LKA laut Bild am Sonntag (BamS) das NRW-Innenministerium schon im März 2016, dass Amri einen Terroranschlag planen könnte. Amri hatte am 19. Dezember einen Lkw auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert und zwölf Menschen getötet. Wörtlich heißt es in dem LKA-Schreiben laut BamS, dass »nach den bislang vorliegenden, belastbaren Erkenntnissen zu prognostizieren ist, dass durch Amri eine terroristische Gefahr in Form eines (Selbstmord-)Anschlages ausgeht«. Deshalb habe das LKA vorgeschlagen, eine Abschiebung anzuordnen. Als Beleg diente den Ermittlern demnach unter anderem ein überwachter Chat. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2017, Seite 1, Inland

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