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NSU: Brandenburgs 50 braune »Quellen«

Potsdam. Brandenburgs Verfassungsschutz hatte nach den Worten eines Juristen im Potsdamer NSU-Untersuchungsausschuss Dutzende Quellen in der rechten Szene. Alleine zwischen 1994 und 2011 seien es rund 50 Informanten gewesen, sagte Rolfdieter Bohm am Freitag in der Sitzung des Ausschusses. »Das ist rein quantitativ eine hochbeachtliche Leistung«, zitierte ihn die Berliner Zeitung. Auch im Vergleich zu anderen Ämtern im Osten seien dies viele gewesen. Die Informanten seien teils nur einige Monate, andere über mehrere Jahre aktiv gewesen. Bohm hatte im Auftrag des Landtagsgremiums Verfassungsschutzakten gesichtet. Es soll klären, ob der Geheimdienst die Morde der neofaschistischen Terrorgruppe NSU begünstigte. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2017, Seite 1, Inland

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