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Familiennachzug: ­Verbot schadet Frauen

Berlin. Unter der Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge aus Kriegsgebieten im Rahmen des »Asylpakets II« leiden insbesondere Frauen und Kinder, die dadurch keine Chance mehr haben, einem Leben in ständiger Gefahr und in prekären Verhältnissen zu entkommen. Darauf wies am Montag aus Anlass einer Anhörung zum Thema im Bundestag die Organisation Terre des Femmes (TdF) hin (siehe dazu auch jW vom 21.3.). TdF unterstützt die Forderung von Linkspartei und Grünen, die Restriktion aufzuheben, die alle Geflüchteten betrifft, denen nur ein »subsidiärer Schutz« gewährt, jedoch nicht der Flüchtlingsstatus zuerkannt wurde. Dies betrifft mittlerweile 70 Prozent der aus Syrien Eingereisten. 2015 waren noch fast alle Syrer als Flüchtlinge anerkannt worden.(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2017, Seite 15, Feminismus

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