-
18.03.2017
- → Ausland
Türkei droht erneut EU
Istanbul. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat gedroht, Flüchtlinge aus seinem Land über die Grenze in die EU zu schicken. »Wenn ihr wollt, ebnen wir jeden Monat 15.000 Flüchtlingen den Weg, die wir euch (bislang) nicht geschickt haben, damit ihr euch einmal wundert«, sagte Soylu, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu in der Nacht zu Freitag aus Ankara berichtete. An diesem Samstag jährt sich der Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei. Soylu warf Deutschland und den Niederlanden vor, sich in innere Angelegenheiten seines Landes einzumischen. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte bereits am Mittwoch die Drohung in den Raum gestellt, den Flüchtlingsdeal aufzukündigen. (dpa/jW)Siehe Seite 8
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!