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Pro Asyl kritisiert Bundesamt für Kinderfotos

Nürnberg/Frankfurt. Pro Asyl hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wegen erkennungsdienstlicher Behandlung von Kindern kritisiert. Wie die Hilfsorganisation am Dienstag mitteilte, wurden Asylbewerber in Bayern in Außenstellen des Bundesamtes einbestellt, um Fotos der Kleinkinder und Säuglinge zu machen. Dies sei eine »Maßnahme ohne Sinn und Verstand«, für die Familien Schikane und für die Behörden Mehrarbeit ohne Erkenntnisgewinn. Pro Asyl bemängelte, das schnelle Veralten von Kinderporträts würde bedeuten, dass jedes Jahr aufs neue fotografiert wird. »Verwertbare biometrische Daten erhält man so nicht.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2017, Seite 2, Inland

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