Zum Inhalt der Seite

Kritik nach Polizeieinsatz in Silvesternacht

Köln. Die massenweise Kontrolle von vermeintlich nordafrikanisch aussehenden Menschen in der Silvesternacht in Köln hat eine Debatte über Rassismus bei Sicherheitsbehörden ausgelöst. Politiker von CDU, CSU, SPD und auch Grünen nahmen die Polizei in Schutz. Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies bedauerte am Montag die Verwendung der Bezeichnung »Nafris« für Nordafrikaner in einem Tweet der Polizei. Auch das Bundesinnenministerium distanzierte sich von dem Begriff. »Deutlich stärkere und sichtbare Polizeipräsenz war richtig«, erklärte der Linke-Abgeordnete Frank Tempel. Aber wenn das Kriterium für die polizeiliche Maßnahme die scheinbare Herkunft der Person sei und es das Stigma gebe, dass nordafrikanische junge Männer potentielle Gefährder seien, »ist die Schwelle zum rassistisch motivierten Handeln der Polizei überschritten«. (dpa/AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.01.2017, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!