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Bankenkrise

Italiens Premier von EZB »überrumpelt«

Frankfurt am Main. Die Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB), dass die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena mehr Geld als gedacht brauche, hat Ministerpräsident Paolo Gentiloni überrascht. »Es hat mich ein bisschen überrumpelt«, sagte der Regierungschef am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zum Jahresabschluss in Rom. Am Montag war bekanntgeworden, dass die EZB bei dem schwer angeschlagenen Institut eine Kapitallücke von 8,8 Milliarden Euro sieht – zuvor war stets von fünf Milliarden Euro die Rede gewesen. Die Einschätzung der EZB sei nicht anfechtbar, sagte Finanzminister Pier Carlo Padoan der Zeitung Il Sole 24 Ore am Donnerstag. Es wäre aber nützlich zu erfahren, anhand welcher Kriterien die EZB ihre Neubewertung vorgenommen habe, kritisierte Padoan. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2016, Seite 1, Inland

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