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23.12.2016
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Alle gegen Russland
Oslo. Weil im zweiten Teil des »McLaren-Berichts« russische Biathleten des Dopings verdächtigt werden, droht jetzt auch der norwegische Verband mit einem Boykott der Weltcuprennen im westsibirischen Erdölzentrum Tjumen im März. Vor einer Woche hatte der Chef des Weltverbands IBU, Anders Besseberg, die Vorwürfe des Ermittlers Richard McLaren gegen 31 russische Skijäger öffentlich gemacht. Namen wurden noch nicht genannt, geschweige denn Indizien oder Beweise vorgelegt. Aber der norwegische Verband fordert in einem offenen Brief an den Weltverband schon mal die Sperrung aller 31 Athleten. Sollte der IBU-Vorstand »die notwendigen Entscheidungen« nicht treffen, erwäge das norwegische Team »einen Boykott der Veranstaltungen in Russland«.
Zuvor hatten der tschechische Verband CSB und die Britische Biathlonunion (BBU) verlangt, alle in Russland geplanten internationalen Wettbewerbe an andere Länder zu vergeben. CSB-Präsident Jiri Hamza hatte Vorbereitungen für den Weltcup im März in Sibirien für überflüssig erklärt, »weil die Sportler dort eh nicht hinfahren werden. Die tschechischen jedenfalls nicht«, Gesamtweltcupsiegerin Gabriela Koukalova eingeschlossen. (sid/dpa/jW)
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