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Alleinerziehende ­häufiger krank

Rostock. Alleinerziehende sind nach einer Studie des Rostocker Max-Planck-Instituts für demographische Forschung häufiger krank als Eltern in Partnerschaft. Nach Angaben der Sozialwissenschaftlerin Mine Kühn können sich Gesundheit und Wohlbefinden verbessern, wenn Alleinerziehende – 90 Prozent von ihnen sind Frauen – einer bezahlten Beschäftigung nachgehen. »Wenn eine Frau von Teilzeit auf Vollzeit geht, verbessern sich Gesundheit und Wohlbefinden sogar noch einmal«, sagte Kühn am Donnerstag gegenüber dpa. Es sei daher zentrale Aufgabe der Gesellschaft, Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu schaffen.

Die Studie wurde mit Daten des sogenannten Sozioökonomischen Panels (SOEP) erstellt. Kühn identifizierte 2.004 alleinerziehende Frauen, von denen 870 schon im Rahmen des SOEP interviewt worden waren, als sie noch mit ihrem Partner zusammenlebten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2016, Seite 15, Feminismus

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