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»Freundeskreis Thüringen« im Blick

Göttingen. Eine neue Broschüre informiert kritisch über den 2015 gegründeten rechten »Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen«. Neben einem detaillierten Überblick über die bisherigen Aktivitäten werden auch Strippenzieher und Hintermänner der rechten Truppe enttarnt. Der Zusammenschluss ist eine Plattform zur Vernetzung rechter und neonazistischer Gruppierungen in Südniedersachsen und Thüringen. Bekannte Neonazis wie der Multiaktivist Thorsten Heise mischen dort mit. Außerdem tummeln sich dort Mitglieder von NPD, AfD, Burschenschaften und der »Identitären Bewegung«. Inspiriert von Versammlungen der AfD in Erfurt mit Björn Höcke als Hauptredner entstanden sogenannte Freiheitliche Bürgertreffs. Die sonntäglichen Stammtische gab es unter anderem in Duderstadt, Leinefelde und Heiligenstadt. Unterstützt von Neonazis zog es die Rechten vom Stammtisch zu einem Kundgebungsmarathon auf die Straße – etwa in Northeim, Göttingen, Bad Lauterberg und Dransfeld. Herausgeberin der 28seitigen Broschüre ist die »Basisdemokratische Linke Göttingen«. Sie schätzt den »Freundeskreis« als »organisatorischen Ausdruck von Krisenideologien« ein. Die Broschüre ist kostenlos. (fo)

Basisdemokratische Linke (2016): Der Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen – Eine Bestandsaufnahme. 28 Seiten, kostenlos, Bezug per E-Mail: bl@systemausfall.org, PDF-Download: http://kurzlink.de/Freundeskreis

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2016, Seite 15, Antifaschismus

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