Zum Inhalt der Seite

Experten warnen vor längerer Arbeitszeit

Berlin. Experten des Bundestages haben einem Medienbericht zufolge vor einer von Ministerin Andrea Nahles (SPD) angeregten Lockerung der gesetzlichen Arbeitszeitvorschriften gewarnt. Werde die Mindestruhezeit von elf Stunden verkürzt, könne der Zeitdruck zu einem riskanteren Fahrverhalten führen, »wodurch sich das Risiko eines Wegeunfalls erhöht«, zitieren die Ruhr Nachrichten (Freitagausgabe) aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Durch eine Zerstückelung der Ruhezeit – etwa durch Arbeit an Laptop oder Handy von zu Hause aus – wäre die empfohlene Schlafdauer von sieben bis acht Stunden »nicht erreichbar«. Das Gutachten war von der Linksfraktion in Auftrag gegeben worden. Arbeitsministerin Nahles will die gesetzlichen Arbeitszeitvorschriften lockern – unter der Bedingung, dass dafür mehr tarifvertragliche Regelungen getroffen werden. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 13.08.2016, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!