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Israel: Aktivisten soll Einreise verwehrt werden

Tel Aviv. Die Regierung von Israel will in Zukunft ausländischen Aktivisten, die sich für einen Boykott des zionistischen Staates engagieren, die Einreise nicht erlauben. Das erklärte der Minister für innere Sicherheit, Gilad Erdan, am Sonntag. Diese Menschen müssten mit Einreiseverweigerung oder mit Ausweisung aus Israel rechnen. Die Ministerien für Inneres und für öffentliche Sicherheit beschlossen, Teams aus speziell geschulten Beamten aufzustellen. Die 2005 gegründete Kampagne »Boykott, Divestment, Sanctions« (BDS) fordert ein Ende der zionistischen Besatzung und Kolonisierung des seit 1967 okkupierten palästinensischen Landes einschließlich Ostjerusalems. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2016, Seite 7, Ausland

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