Zum Inhalt der Seite

Jukos-Aktionäre hoffen weiter auf Schadenersatz

Den Haag. Die früheren Aktionäre des Ölkonzerns Jukos hoffen weiter auf Schadenersatz von Russland. Der frühere Hauptanteilseigner GML und die Veteran Petroleum Limited teilten mit, sie hätten Berufung gegen die Gerichtsentscheidung eingelegt, die Russland von den Forderungen befreit hatte. »Wir sind weiterhin entschlossen, die Russische Föderation für die Enteignung von Jukos zur Verantwortung zu ziehen«, erklärte GML-Chef Tim Osborne am Montag.

Im April hatte ein Gericht in den Niederlanden ein Urteil aufgehoben, das Russland zu milliardenschweren Schadenersatzzahlungen verpflichtete. Hintergrund des Rechtsstreits ist die Zerschlagung des Jukos-Konzerns im Jahr 2003 nach der Festnahme von dessen Chef Michail Chodorkowski (Foto) sowie umfangreichen Steuernachforderungen. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2016, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!