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Welthandel

Mexiko und EU bauen Handelsabkommen aus

Mexiko-Stadt. Mit der Unterzeichnung eines lange verzögerten Freihandelsabkommens wollen Mexiko und die EU ihre Abhängigkeit von den USA verringern. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa kamen am Freitag zu einem Gipfeltreffen in Mexiko-Stadt zusammen; die Unterzeichnung wurde für den Abend erwartet. Die Vereinbarung erweitert ein Abkommen aus dem ‌Jahr 2000, das sich auf Industriegüter beschränkte. Nun kommen Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen, digitaler Handel, Investitionen und Agrarprodukte hinzu. Für fast alle Waren, darunter mexikanisches Geflügel und europäischer Käse, wird ein zollfreier Zugang gewährt. Das mexikanische Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass die ‌Exporte in die EU dadurch bis 2030 von derzeit rund 24 Milliarden US-Dollar auf 36 ‌Milliarden pro Jahr ‌steigen könnten. Die EU exportiert jährlich Waren im Wert von etwa 65 Milliarden US-Dollar nach Mexiko. Über die letzten zehn Jahre ist der Handel zwischen den Partnern um ‌rund 75 Prozent gestiegen. In der EU muss nun noch das Europäische Parlament über den Pakt abstimmen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2026, Seite 8, Kapital & Arbeit

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