Zum Inhalt der Seite

Schmiergeldprozess in Athen verschoben

Athen. Der Schmiergeldprozess in Athen gegen den früheren Siemens-Chef Heinrich von Pierer sowie weitere ehemalige Manager und griechische Mitarbeiter des Elektrokonzerns ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die etwa 4.500 Seiten dicke Anklageschrift sei bislang nicht ins Deutsche übersetzt worden, bestätigte einer der Verteidiger am Dienstag gegenüber dpa. Griechische Medien kommentierten die schlechte Vorbereitung des Prozesses als Farce. Frühere Siemens-Mitarbeiter sollen seit 1997 knapp 70 Millionen Euro Schmiergeld gezahlt haben, um einen Auftrag vom griechischen Telekommunikationsunternehmen OTE zu erhalten. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2016, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!