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Konzept für junge Flüchtlinge gefordert

Düsseldorf. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund beklagt einen deutlichen Anstieg der Aufwendungen für junge Flüchtlinge. »Die Kosten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge explodieren«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, der Rheinischen Post (Dienstagsausgabe). Weil pro Monat und minderjährigem Flüchtling 3.000 bis 5.000 Euro fällig würden, müssten die Kommunen für die zur Zeit über 65.000 jugendlichen Flüchtlinge schon schätzungsweise 2,7 Milliarden Euro zahlen.

»Es macht überhaupt keinen Sinn, dass für die jungen Flüchtlinge die gleichen Bedingungen gelten sollen wie bei der Jugendhilfe für Schwererziehbare«, sagte Landsberg. So bräuchten sie keinen Sozialarbeiter, der sich rund um die Uhr um sie kümmere. Nötig sei »ein maßgeschneidertes Handlungskonzept für die Integration speziell der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge«. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2016, Seite 5, Inland

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