Zum Inhalt der Seite

Belgiens Atompolitik unter neuer Kritik

Berlin. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die Entscheidung Belgiens kritisiert, die Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 am Netz zu lassen. Im Bundestag sagte sie am Freitag, sie erwarte, dass das Nachbarland die Sorgen der Menschen in Grenzgebieten ernst nehme und für höchstmögliche Sicherheit sorge. Hendricks hatte Brüssel vergangene Woche ersucht, die beiden Reaktoren bis zur Klärung von Sicherheitsfragen vom Netz zu nehmen.

Experten halten die Reaktoren für unsicher, weil deren Druckbehälter rissig sind. Tihange 2 ist nur 70 Kilometer von Aachen entfernt, Doel 3 steht bei Antwerpen. Dass die Regierung in Brüssel ihren eigenen Atomreaktoren ebenfalls nicht so recht traut, zeigt sich daran, dass sie Jodtabletten zum Schutz vor radioaktiver Strahlung an die Bevölkerung verteilen will. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2016, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!