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Österreich: Mehr Scheinselbständige

Wien. Österreichs größte Gewerkschaft, die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), hat die Zunahme von Scheinselbständigkeit kritisiert. Der Weg in die Selbständigkeit sei »oft alles andere als freiwillig«, erklärte Veronika Kronberger von der Interessengemeinschaft »work@flex« in der GPA-djp in einer Pressemitteilung vom 5. April. Aktuell gebe es in Österreich 472.000 Selbständige, sie machten damit 11,4 Prozent aller Erwerbstätigen aus. 2010 seien es noch acht Prozent gewesen. Oft müssten sich Menschen selbständig machen, da ihnen sonst mit Kündigung gedroht werde, so Kronberger weiter. Im Durchschnitt verdienten die Scheinselbständigen lediglich 9.000 Euro brutto im Jahr. Ein selbstbestimmtes Leben sei so kaum möglich. Die GPA-djp wolle sich künftig vermehrt mit dem Problem auseinandersetzen. Betroffenen bietet sie eine Beratung an. (jW)

Anlaufstelle der GPA-djp: watchlist-prekaer.at

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2016, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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