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Mehr Grenzübertritte mit Hilfe von Schleusern

Berlin. Die geschlossenen Grenzen für Flüchtlinge in Österreich beflügeln offenbar das Geschäft von Schleusern. Im März seien rund 500 Migranten aufgegriffen worden, die von Schleppern nach Deutschland gebracht oder in Grenznähe ausgesetzt worden seien, sagte Matthias Knott von der Bundespolizeidirektion München am Dienstag. Dies seien fünfmal so viele wie im Januar mit 100 Personen gewesen. Nach Einschätzung Knotts floriert das Schleusergeschäft gerade deswegen wieder, weil von Österreich keine Kontingente von Flüchtlingen mehr gezielt an die deutsche Bundespolizei übergeben würden. Durch dieses Prozedere sei es für Migranten nicht notwendig gewesen, sich auf eigene Faust durchzuschlagen oder Geld an Schlepper zu zahlen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.04.2016, Seite 1, Inland

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