Zum Inhalt der Seite

Geständnis im Prozess um Brandanschlag

Zwickau. Nach dem Brandanschlag auf ein von Dutzenden Flüchtlingen bewohntes Haus in Crimmitschau (Sachsen) hat einer der drei Angeklagten vor Gericht die Tat eingeräumt. Zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Zwickau sagte der 32jährige am Montag, die Gruppe habe gleich zu Beginn eines Treffens beschlossen, »das Ding wird heute abend brennen«. Die Männer hätten »ein Exempel statuieren wollen«, sagte der Staatsanwalt. Sie stehen wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung vor Gericht, da sie in der Nacht vom 11. zum 12. November 2015 drei Molotowcocktails gegen die Fassade geworfen haben sollen. Zu dem Zeitpunkt schliefen 39 Flüchtlinge in dem Gebäude, die Hälfte davon Kinder. Die Flammen schlugen bis in die erste Etage, wo eine Familie mit zwei Kindern schlief. Der Staatsanwalt warf den Angeklagten vor, menschliche Opfer infolge eines unkontrollierten Brandes bewusst in Kauf genommen zu haben. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2016, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!