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DIW-Chef für Reform des Ehegattensplittings

Düsseldorf. Der durch das sogenannte Ehegattensplitting erzielte Steuervorteil für Verheiratete sollte aus Sicht des Ökonomen Marcel Fratzscher deutlich gesenkt werden. In ihrer jetzigen Form begünstige die Regelung »überproportional Eheleute, die schon viel haben«, sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Rheinischen Post (Dienstagausgabe). Außerdem führe sie zur Verdrängung von Frauen aus dem Arbeitsmarkt. Fratzscher plädierte statt dessen für eine bloße Unterhaltspflicht für Ehepartner, wodurch der staatliche Einnahmeverlust von derzeit 20 auf zehn Milliarden Euro jährlich halbiert würde. Zudem sprach er sich für geringere Kinderfreibeträge und weniger Kindergeld für Gutverdiener aus. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2016, Seite 15, Feminismus

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