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Topökonom verteidigt 500-Euro-Schein

München. An seinem letzten Arbeitstag vor dem Ruhestand hat sich der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), Hans-Werner Sinn, nochmals zu Wort gemeldet. Der Wirtschaftsprofessor sprach sich am Donnerstag gegen die Abschaffung der 500-Euro-Scheine, gegen eine Obergrenze für Barzahlungen und gegen Negativzinsen aus.

»Die Europäische Zentralbank (EZB) will den Banken die Möglichkeit nehmen, Bargeld zu horten, um sie zu zwingen, negative Einlagenzinsen zu zahlen. Gelingt das, werden Sparer vermutlich auch auf ihre Einlagen irgendwann Strafzinsen zahlen«, sagte Sinn in München.

Mit der Abschaffung des großen Scheins würde es für die Banken teurer, Papiergeld zu horten. Damit könne die EZB höhere Negativzinsen für eingelagertes Geld kassieren. Sinn stand mehr als 17 Jahre lang an der Spitze des Instituts.(dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2016, Seite 5, Inland

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