Zum Inhalt der Seite

Angriffe oft ohne ­Konsequenzen für Täter

Berlin. Bei den meisten Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte kommen die Täter laut Medienrecherchen ohne strafrechtliche Konsequenzen davon. Im Jahr 2014 hatte die Polizei 199 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte registriert. Das Recherchezentrum »Correctiv« und Spiegel online gingen 157 dieser Fälle nach. Demnach wurden nur in 50 von ihnen Tatverdächtige ermittelt. In 28 dieser 50 Fälle wurden die Ermittlungen eingestellt – etwa mit der Begründung, dass nicht ausreichend Beweise vorlägen und die Tat nicht nachweisbar sei. Nur 15 der 50 Fälle endeten mit einer Verurteilung. In den restlichen Fällen seien die Verfahren noch nicht abgeschlossen. Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte ist seit 2014 noch einmal drastisch gestiegen. Zwischen 2014 und 2015 verfünffachte sie sich laut Bundeskriminalamt – von 199 auf etwa 1.000. Die Menge der Gewalttaten nahm zuletzt erheblich zu. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2016, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!