Zum Inhalt der Seite

Pilotprojekt zur ­»effektiven Rückführung«

Tunis/Berlin. Die BRD und Tunesien haben ein Pilotprojekt zur beschleunigten Abschiebung abgelehnter Asylbewerber vereinbart. In einem ersten Schritt sollten etwa 20 Tunesier in ihr Herkunftsland zurückgeführt werden, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag in Tunis nach einem Treffen mit dem tunesischen Regierungschef Habib Essid. Dabei solle eine »effektive Rückführung erprobt« werden. Im Anschluss solle eine Vereinbarung geschlossen werden über »eine regelmäßige Rückführung der Tunesier, die in Deutschland ausreisepflichtig sind«, fügte der Bundesinnenminister hinzu. Im Gegenzug will die BRD tunesische Sicherheitskräfte ausbilden und bei der Grenzsicherung, insbesondere zu Libyen, unterstützen. De Maizières Reise nach Marokko, Algerien und Tunesien hatte zum Ziel, über Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber aus diesen Ländern zu verhandeln. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2016, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!