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G 20: Keine Zielmarken für Währungskurse

Schanghai. Einseitige Währungsabwertungen, um so Vorteile auf dem Weltmarkt zu erlangen, sollen künftig vermieden werden, wie die G-20-Staaten am Sonnabend zum Abschluss ihrer Konferenz in Schanghai versicherten. IWF-Chefin Christine Lagarde hatte bei der Tagung in China vor einer erneuten Eintrübung der globalen Ökonomie gewarnt. Sie sagte anlässlich des Treffens von Vertretern aus 20 Industrie- und Schwellenländern, die Weltwirtschaft könne vom Kurs abkommen, wenn es kein gemeinsames politisches Handeln gebe. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hält die Befürchtungen dagegen für übertrieben. Für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sind »Strukturreformen« entscheidend. Sein Kollege aus der Volksrepublik, Lou Jiwei, ergänzte, China werde Investitionen in die Infrastruktur tätigen. Zudem müssten Märkte »stärker geöffnet« werden und es müsse mehr »Flexibilität« am Arbeitsmarkt geben. Über Entwicklungen an den Devisenmärkten wollen sich die G-20-Länder besser austauschen, wie sie weiter erklärten. Zielmarken für Währungskurse sollen aber nicht vereinbart werden. Vor allem die Notenbanken Japans und der Euro-Zone hatten zuletzt mit ihrer lockeren Geldpolitik für eine Abwertung gesorgt. Der Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, sagte, es solle künftig gegenseitige Vorabinformationen bei Maßnahmen geben.(Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.02.2016, Seite 9, Kapital & Arbeit

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