-
24.02.2016
- → Ausland
Italien wegen Entführung verurteilt
Strasbourg. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien verurteilt, weil US-Geheimdienstagenten 2003 in Mailand einen muslimischen Geistlichen entführt hatten. Italienische Behörden hätten vorab über die CIA-Aktion Bescheid gewusst und den ägyptischen Imam Abu Omar somit wissentlich dem Risiko von Misshandlung ausgesetzt, teilte das Gericht am Dienstag mit. Der Gerichtshof sprach dem Imam 70.000 Euro Schadenersatz zu, seiner Frau 15.000 Euro. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!