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Gerücht über ­Flüchtlinge im Realitätscheck

Leipzig. Gerüchte über angebliche Verbrechen von Flüchtlingen haben Hochkonjunktur. Eine Website knöpft sie sich vor und rückt sie zurecht: »Hoaxmap« heißt das Projekt, eine interaktive »Gerüchtelandkarte«, im Web unter hoaxmap.org zu finden. Ein Gerücht kann noch so absurd sein, immer gibt es jemanden, der es glaubt, sagte Karolin Schwarz aus Leipzig, die das Konzept entwickelt hat, gegenüber dpa am Montag. Mehr als 230 Beispiele sind bereits aufgelistet. Ein Klick in die interaktive Karte führt zu dem betreffenden Ort und dem Gerücht, das mit ihm in Verbindung steht. Ein Link leitet weiter zur Berichterstattung der regionalen Presse, die den Fall gecheckt hat oder zum Polizeibericht dazu. Dort lassen sich dann die Fakten nachlesen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2016, Seite 4, Inland

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