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VW droht auch in ­Südkorea Ungemach

Seoul. Im Skandal um manipulierte Abgaswerte droht Volkswagen auch in Südkorea ein Gerichtsverfahren. Das Umweltministerium in Seoul erstattete am Dienstag Strafanzeige gegen den Geschäftsführer von Audi Volkswagen Korea, Johannes Thammer.

Die Behörde wirft VW vor, Anordnungen nicht befolgt und nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125.000 Dieselfahrzeuge eingereicht zu haben. Unter anderem fehlten technische Informationen zu den Fehlerquellen, hieß es. Die Staatsanwaltschaft sei nun gebeten worden, »zu ermitteln und den Fall vors Gericht zu bringen, sollte sich herausstellen, dass Audi Volkswagen Korea gegen die Gesetze verstoßen hat«, sagte ein Ministeriumssprecher. Falls Thammer für schuldig befunden werde, drohe ihm laut geltender Gesetzeslage eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren und eine Geldstrafe. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.01.2016, Seite 5, Inland

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