-
15.01.2016
- → Inland
McKinsey-Berater wird »Flüchtlingsmanager«
Berlin. Das seit Monaten völlig überforderte Berliner Flüchtlingsamt Lageso wird künftig von einem Unternehmensberater der Firma McKinsey geleitet. Sebastian Muschter (r.) werde den Job kommissarisch übernehmen, teilte die Senatssozialverwaltung am Donnerstag mit. Der frühere langjährige Lageso-Chef Franz Allert war im Dezember zurückgetreten. Das Amt war im vergangenen Jahr zum Symbol für die Unfähigkeit der Verwaltung geworden, Flüchtlinge zu registrieren und zu versorgen. Deutsche und internationale Medien kritisierten immer wieder menschenunwürdige Zustände. Bilder von verzweifelten und erschöpften Asylbewerbern, die in Kälte und Regen stunden- und tagelang warteten, sorgten für Aufregung. Sozialsenator Mario Czaja (CDU/l.) erklärte, Muschter habe »bereits umfassende Kenntnisse im Flüchtlingsmanagement erworben«. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!