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Moskau kürzt Etat wegen Ölpreisverfall

Moskau. Angesichts des niedrigen Ölpreises muss Russland Aufwendungen der öffentlichen Hand verringern. Die staatlichen Ausgaben für dieses Jahr würden um zehn Prozent gekürzt, sagte der russische Finanzminister Anton Siluanow am Mittwoch in Moskau. Die Ministerien und die Regierungsbehörden müssten Vorschläge einreichen, wie dies erreicht werden könne.

Die Russische Föderation ist bei der Finanzierung des Etats stark von Einnahmen aus dem Energiegeschäft abhängig. Die Planungen für den diesjährigen Staatshaushalt basieren auf einem Ölpreis von 50 Dollar pro Fass (Barrel; 159 Liter) und gehen von einem Defizit von drei Prozent aus. Am Dienstag kostete das Fass zeitweilig unter 30 Dollar. Für einen ausgeglichenen Haushalt Russlands müsste der Ölpreis auf 82 Dollar steigen, rechnete Siluanow vor. Damit sei in »unmittelbarer Zukunft« nicht zu rechnen. Die russische Wirtschaft leidet darüber hinaus unter den Sanktionen, die der Westen im Ukraine-Konflikt gegen das Land verhängt hat. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.01.2016, Seite 1, Inland

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