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Medizinstudien mit geschönten Ergebnissen

Berlin. Viele Studien der medizinischen Grundlagenforschung sind mangelhaft und können kaum überprüft werden. Zu diesem Urteil kommen zwei Untersuchungen aus Deutschland und den USA, die im Fachblatt PLOS Biology veröffentlicht wurden. So kontrollierten Wissenschaftler des Uniklinikums Charité in Berlin Hunderte Schlaganfall- und Krebsstudien und fanden heraus, dass bei vielen Experimenten Versuchstiere »verschwinden«: Ratten oder Mäuse wurden aus Experimenten herausgenommen, gingen nicht mehr in die Analysen ein und verfälschten so das Gesamtergebnis. Nach Angaben des Berliner Neurologen Ulrich Dirnagl, einem der Hauptautoren, steckt in den meisten Fällen keine betrügerische Absicht hinter dieser Praxis, sondern vielmehr »Wunschdenken« der beteiligten Forscher. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2016, Seite 5, Inland

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