Zum Inhalt der Seite

Italien: »Hexe« soll rehabilitiert werden

Rom. Maria Bertoletti Toldini di Pilcante wurde vor fast 300 Jahren als Hexe verurteilt, enthauptet und verbrannt. Jetzt will die norditalienische Kleinstadt Brentonico ihren Fall gerichtlich neu aufrollen lassen, wie die Deutsche Presse-Agentur vergangenen Freitag berichtete. Mit diesem symbolischen Akt wolle man daran erinnern, dass Hexenprozesse »wirkliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit« waren, sagte Kulturstadtrat Quinto Canali. Der Gemeinderat des östlich des Gardasees gelegenen Ortes habe einen Historiker beauftragt, Beweismaterial zu sammeln, um es dem Berufungsgericht in der Provinzhauptstadt Trient vorzulegen. Dieses habe zugesichert, sich des Falles anzunehmen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2015, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!