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3:30 im Radio

Marius Müller-Westernhagen ist 66 und hat einen Song, der heißt »Es geht mir gut«. Der Popmusik angeblich nicht so, seiner Ansicht nach sei diese zu stark schematisiert. »Eine Single darf nicht länger als 3:30 sein, und es wird nichts im Radio gespielt, was ein Gitarrensolo hat«, hat Westernhagen zirka 60 Jahre nach Erfindung des Rock ’n’ Roll bemerkt und zwar im Statistikmagazin Focus. Die Musik müsse dem kleinsten gemeinsamen Nenner entsprechen. »Wir haben uns damit ein Publikum erzogen, das weder emotional noch intellektuell gefordert werden will.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.10.2015, Seite 10, Feuilleton

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