Zum Inhalt der Seite

Fleischindustrie soll Werkverträge prüfen

Berlin. Dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geht die angekündigte Selbstverpflichtung der Fleischindustrie zu verbesserten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten nicht weit genug. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach forderte am Montag kurz vor einem Spitzentreffen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Fleischkonzernen in Berlin zusätzlich ein Gesetz für faire Werkverträge. Es sei höchste Zeit, echte Werkverträge klar abzugrenzen gegen falsche. Diese spalteten zum Beispiel Arbeitsprozesse in willkürlich zugeschnittene Kleinstgewerke auf, »die sich im Gestrüpp von Subunternehmerketten verlieren«. Hinter der Selbstverpflichtung stehe der seit August 2014 gültige Branchenmindestlohn, der ab Oktober dieses Jahres bei 8,60 Euro liegen wird. Dieses Gehalt gelte auch für die Beschäftigten aus Polen, Rumänien und Bulgarien, »die bis dahin als entsandte Beschäftigte zum Mindestlohn ihres Landes legal ausgebeutet werden konnten«. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2015, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!