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Bsirske fordert starken Kitastreik

Leipzig. Ver.di-Chef Frank Bsirske hat am Montag in Leipzig die Eltern bundesweit auf eine Eskalation des Kitatarifkonflikts mit neuen Streiks eingestimmt. Derzeit bereite sich ver.di auf die Fortsetzung des Kitastreiks ab Mitte Oktober vor, sagte Bsirske vor rund 1.000 Delegierten auf dem ver.di-Bundeskongress. »Das wird eine massive Eskalation des Konflikts werden, mit hohen Belastungen für alle Beteiligten, für Eltern, Arbeitgeber und für die Streikenden.« Vermeiden ließe sich das nur, wenn die kommunalen Unternehmer bei den Verhandlungen am 28. und 29. September gegenüber dem Ergebnis der Schlichtung zu Verbesserungen bereit seien. Ver.di fordert eine generelle Aufwertung für alle Sozial- und Erziehungsberufe mit insgesamt 240.000 Beschäftigten und im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt. Zwischen zwei und 4,5 Prozent sahen die Schlichter vor. Die Gewerkschaftsmitglieder lehnten den von der ver.di-Führung unterstützten Schlichterspruch ab.

Der Städte- und Gemeindebund appellierte indes an die Gewerkschaft, auf weitere Kitastreiks zu verzichten. »Im Hinblick auf die Herausforderungen der zunehmenden Flüchtlingszahlen in Städten und Gemeinden wird die Öffentlichkeit kaum Verständnis dafür haben, wenn durch Streiks das frühkindliche Bildungssystem teilweise lahmgelegt wird«, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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