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Jeder fünfte Arbeitslose fällt in Hartz IV

Berlin. Mehr als ein Fünftel der Beschäftigten, die im ersten Halbjahr 2015 ihren Arbeitsplatz verloren haben, sind gleich zu Beginn ihrer Arbeitslosigkeit Hartz-IV-Empfänger geworden. Dies geht aus einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor. Von den 183.000 Leiharbeitern, die im ersten Halbjahr arbeitslos geworden seien, seien 68.000 direkt auf Hartz IV angewiesen gewesen. Der DGB fordert daher dringend, die gesetzliche Rahmenfrist zu verlängern. Schließlich sei schon im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgehalten worden, dass Beschäftigte künftig wieder drei statt zwei Jahre Zeit haben sollten, um zwölf Monate Beiträge in die Arbeitslosenversicherung einzuzahlen. Diese Einzahlungen sind die Voraussetzung dafür, Arbeitslosengeld I zu bekommen. Von der Reform würden laut DGB vor allem Menschen profitieren, die oft nur für kurze Zeit einen sozialversicherungspflichtigen Job haben. Die sogenannte Rahmenfrist hatte schon vor 2006 bei 36 Monaten gelegen und wurde dann auf 24 Monate verkürzt. (AFP/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2015, Seite 5, Inland

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