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Iran: Einvernehmliche Scheidungen erschwert

Teheran. Angesichts eines starken Anstiegs der Scheidungsrate erschwert der Iran die einvernehmliche Auflösung des Ehebündnisses. Gemäß einem neuen Familiengesetz müssten sich Paare, die im Einvernehmen zur Scheidung bereit sind, künftig einer staatlichen Beratung unterziehen, berichteten iranische Medien am vergangenen Wochenende. Die Sprecherin der Justizstelle für Sozialarbeit und Beratung, Parnian Ghavam, sagte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, eine einvernehmliche Scheidung sei künftig ohne den vorherigen Besuch einer Beratungsstelle unzulässig. Nach dem neuen Gesetz können Paare die Trennung nur mit Zustimmung der staatlichen Berater vollziehen.

Die Scheidungsrate in der islamischen Republik stieg vergangenes Jahr auf 21 Prozent. In den Großstädten lag sie noch deutlich höher: Im Norden Teherans, wo die liberale Mittel- und Oberschicht lebt, wurden 40 Prozent aller Ehen geschieden. Die Zeitung Schargh berichtete am Sonntag, von den mehr als 30.000 Scheidungen in der Hauptstadt seien 90 Prozent einvernehmlich vollzogen worden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2015, Seite 15, Feminismus

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