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Prostitution: Gesetz soll verschärft werden

Berlin. Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) hat einem Medienbericht zufolge ihren Entwurf für das Gesetz zum Schutz von Prostituierten auf Drängen der Fraktion von CDU und CSU verschärft. So sollen Prostituierte sofort ein Bußgeld zahlen, wenn sie ihre künftig nötige Anmeldebestätigung nicht vorweisen könnten. Im ersten Entwurf habe es noch geheißen, dass erst »beharrliche« Verstöße zu ahnden seien. Anders als bislang geplant, soll demnach auch Gelegenheitsprostitution unter das neue Gesetz fallen. Der Referentenentwurf geht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung diese Woche in die Ressortabstimmung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2015, Seite 5, Inland

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