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Atommüll auch für Bayern

Berlin. Ein Teil der Castorbehälter mit deutschem Atommüll, der in den kommenden Jahren aus dem Ausland zurückerwartet wird, soll zur Zwischenlagerung nach Bayern gehen. Das sieht ein Gesamtkonzept von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vor, das sie am Freitag in Berlin vorstellte. Insgesamt sollen ab 2017 fünf Behälter mit mittelradioaktivem Abfall aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague und 21 mit hochradioaktivem Müll aus dem britischen Sellafield zurückgebracht werden. Bayern hat die Rücknahme aber bisher abgelehnt. Hendricks plant, die fünf Behälter aus La Hague in Philippsburg (Baden-Württemberg) unterzubringen. Von den Castoren aus Sellafield sollen je bis zu sieben ins hessische Biblis und ins schleswig-holsteinische Brokdorf gebracht werden, bis zu neun ins Zwischenlager AKW Isar bei Landshut in Bayern. Die Energiekonzerne E.On, RWE, EnBW und Vattenfall begrüßten am Freitag den Plan. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.06.2015, Seite 4, Inland

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