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Wieder Hoyerswerda: Asylunterkunft angegriffen

Hoyerswerda. Im sächsischen Hoyerswerda haben Unbekannte versucht, eine Notunterkunft für Asylbewerber anzuzünden. Nach Angaben der Polizei warfen sie in der Nacht zu Mittwoch einen Behälter mit brennbarer Flüssigkeit in Richtung der Turnhalle, in der gegenwärtig 27 Menschen untergebracht sind. Da der Brandsatz auf dem Straßenpflaster landete, wurde niemand verletzt. Ein Mitarbeiter eines Wachdienstes habe die Flammen gelöscht, hieß es. Die Behörden gehen von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Immer wieder kommt es in der Stadt zu rassistischen Straftaten. So ist bereits im März war eine für Asylbewerber vorgesehenes Gebäude von rechten Randalierern angegriffen worden. Zuvor war dieses mit rechtsextremen Symbolen beschmiert worden. Im April 2014 waren die Scheiben eines Asylbewerberheims eingeschlagen worden. Ihren Anfang nahmen die rassistischen Umtriebe im September 1991. Damals hatten sich mehrere hundert Menschen an Angriffen auf Unterkünfte von Migranten und Asylsuchenden beteiligt, die Polizei unterband die Vorgänge nicht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2015, Seite 1, Inland

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