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Großbanken zahlen Milliardenstrafen

Washington/New York. Die US-Regierung bessert ihr Budget auf und zieht fünf internationale Großbanken für Tricksereien an den Finanzmärkten zur Rechenschaft. Die US-Institute JP Morgan und Citigroup, die britischen Geldhäuser Barclays und Royal Bank of Scotland sowie die schweizerische UBS müssen insgesamt Zahlungen in Höhe von 5,6 Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) erbringen, gab US-Justizministerin Loretta Lynch am Mittwoch in Washington bekannt.

Alle Banken mussten sich zudem krimineller Vergehen schuldig bekennen, weil Angestellte die Finanzmärkte manipulierten. Devisenhändler der Institute sollen durch gemeinsame Tricksereien Wechselkursentwicklungen zu ihrem Vorteil gesteuert haben. Im Fall der UBS bezieht sich das Schuldbekenntnis allerdings auf illegale Preisabsprachen bei der Festsetzung des Referenzzinssatzes Libor (London Interbank Offered Rate). (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.05.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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