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Bundesanwälte prüfen Verdacht gegen BND

Hamburg. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach Recherchen des Spiegel am Kanzleramt vorbei eine heikle Operation geplant: Um an eine zentrale Datenleitung der Deutschen Telekom in Frankfurt/Main zu gelangen, habe der britische Geheimdienst GCHQ dem BND 2012 ein neues Erfassungs- und Verarbeitungssystem angeboten. Die Deutschen sollten die Technik nutzen, um Leitungen anzuzapfen, die durch die BRD verlaufen, und daraus Rohdaten zu übermitteln. Die Briten wollten dafür laut Bericht auch Informationen aus ihrer Auslandserfassung liefern. Dritter Partner: der US-Geheimdienst NSA. Die Bundesanwaltschaft prüft nach Angaben eines Behördensprechers, »ob ein Anfangsverdacht für eine in unsere Zuständigkeit fallende Straftat vorliegt«. Das wären zum Beispiel Spionage oder Landesverrat. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.05.2015, Seite 2, Inland

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