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Sexuelle Gewalt durch Wachleute

München. Frauen in bayerischen Flüchtlingsheimen leiden unter katastrophalen Zuständen. Von sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen berichten nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) und des Nachrichtenmagazins Focus sowohl Frauenrechtsorganisationen als auch die bayerische SPD. Aus anderen Gründen hat laut Münchner Merkur die Polizei eine Razzia in der als Flüchtlingsheim genutzten Bayernkaserne durchgeführt. Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Siba stehen im Verdacht des Drogenbesitzes und Drogenhandels. Das Münchener Frauennetzwerk schrieb laut BR in einer Pressemitteilung: »Beobachtungen in der Bayernkaserne zeigen, dass tagtäglich Vergewaltigungen, sexuelle Gefälligkeitsdienstleistungen und Prostitution stattfinden«. Der SPD-Abgeordnete Hans-Ulrich Pfaffmann sagte dem BR, dass unter den Tätern neben anderen Flüchtlingen auch Wachleute seien. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.04.2015, Seite 5, Inland

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