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Ägypten: Todesstrafe für 183 mutmaßliche Islamisten

Kairo. In einem Massenprozess sind in Ägypten erneut 183 Menschen zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Kairo bestätigte am Montag weitgehend ein Urteil aus erster Instanz, wonach die Angeklagten schuldig befunden wurden, elf Polizisten bei Krawallen im Jahr 2013 »gelyncht« zu haben. Zuvor war die Todesstrafe gegen insgesamt 188 Beschuldigte verhängt worden. Eines der Urteile wurde auf zehn Jahre Haft reduziert, zwei Angeklagte wurden freigesprochen. Zwei der Verurteilten sind inzwischen verstorben.

Nach dem Sturz des den Muslimbrüdern angehörenden Präsidenten Mohammed Mursi war am 14. August 2013 im Kairoer Vorort Kerdasa eine Polizeistation angegriffen worden. Elf Beamte und zwei Zivilisten kamen dabei ums Leben. Am selben Tag gingen Armee und Polizisten brutal gegen Anhänger Mursis vor. (AFP/dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2015, Seite 1, Ausland

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