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Politiklehrer: Auschwitz uninteressant

Unna. Zum wiederholten Mal hat der Pädagoge Dr. Daniel Krause Zweifel an seiner Eignung als Politiklehrer gesät. Am vergangenen Dienstag, dem 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, rief Krause in einer Sendung des Westdeutschen Rundfunks an und tat kund, dass ihn »Auschwitz privat überhaupt nicht« interessiere. »Ich beschäftige mich lieber mit dem IS-Terrorismus, mit dem Islamismus. Mir geht sogar die Massentierhaltung emotional näher als Auschwitz«, so der Lehrer, der an einem Weiterbildungskolleg in Unna unterrichtet. 2012 hatte Krause auf einer Kundgebung der rassistischen Splitterpartei »Pro NRW« in Köln geäußert, dass er mehr Angst »vor Islamisten als zum Beispiel vor Nazis« habe. Damals war er noch am Dortmunder Stadtgymnasium tätig. Die Bezirksregierung prüft nun erneut, ob Krause »fachlich dazu geeignet ist, Politik zu unterrichten«. (bern)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.01.2015, Seite 5, Inland

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