-
30.01.2015
- → Feuilleton
McCullough tot
Die konservative australische Bestsellerautorin Colleen McCullough ist tot. Sie sei im Alter von 77 Jahren in einem Krankenhaus auf der Norfolkinsel im Pazifik gestorben, bestätigte ihr Verlag. Ursprünglich hatte sie als Neurologin gearbeitet, bis sie 1977 mit dem gehobenen Trashroman »Die Dornenvögel« einen Welterfolg landete, der rund 30 Millionen Mal verkauft wurde und auch als süßliche Fernsehserie äußerst beliebt war. In dem TV-Mehrteiler mimt US-Schauspieler Richard Chamberlain den charismatischen Pater Ralph de Bricassart, der in verbotener Liebe zur schönen Farmerstochter Meggie (Rachel Ward) entbrennt.
Australiens Ministerpräsident Tony Abbott würdigte McCullough als einzigartige Persönlichkeit: »Sie hat die Leser jahrzehntelang gefesselt. Wir werden sie vermissen.« Ihr letztes Buch »Bittersweet« (»Bittersüß«) erschien 2013. Auf die Frage, wie sie zum Schreiben kam, hatte sie einst geantwortet: »Ich ging in die Stadt, um mir für fünf Pfund einen Mantel zu kaufen. Aber ich sah für fünf Pfund eine Reiseschreibmaschine, die habe ich mir statt dessen gekauft.« (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
