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Mädchen flüchten vor Genitalverstümmelung

Arusha. Nach dreimonatiger Flucht wegen der ihnen drohenden Verstümmelung ihrer Geschlechtsorgane sind Hunderte Schülerinnen in Tansania am Montag zu ihren Familien zurückgekehrt. Nach Angaben des staatlichen Fernsehens hatten insgesamt rund 800 Mädchen im schulfähigen Alter in Frauenhäusern von Hilfsorganisationen und Kirchen Schutz gesucht. Einer Tradition folgend werden die Eingriffe zwischen Oktober und Dezember vorgenommen.

Beschneidungen der weiblichen Geschlechtsorgane sind in Tansania seit 1998 verboten, es drohen langjährige Haftstrafen. Dennoch werden sie regelmäßig heimlich vorgenommen, vor allem in den nördlichen und zentralen Gebieten des ostafrikanischen Lands. Die Genitalverstümmelung bereitet den Frauen nicht nur furchtbare Schmerzen im Alltag, sondern kann auch Unfruchtbarkeit, Inkontinenz und tödliche Infektionskrankheiten verursachen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.01.2015, Seite 15, Feminismus

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