-
16.01.2015
- → Feminismus
Gläserne Decke noch in 100 Jahren
Genf. Nur fünf Prozent der großen globalen Unternehmen werden von Frauen geführt. Das geht aus einer Erhebung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor, die am Montag in Genf vorgestellt wurde. Je größer ein Unternehmen ist, desto seltener steht demnach eine Frau an seiner Spitze. Insgesamt leiten Frauen laut der UN-Sonderorganisation heute weltweit etwa 30 Prozent aller Firmen. Dabei handele es sich jedoch vor allem um Kleinunternehmen.
»Eine immer größere Zahl von Studien weist positive Einflüsse von Frauen in Führungspositionen auf die Leistung von Unternehmen nach«, sagte Deborah France-Massin von der ILO. Bis zu vollständiger Gleichberechtigung sei es aber noch ein weiter Weg. Wenn nichts unternommen werde, gebe es die »gläserne Decke« für Frauen auch in 100 Jahren noch. In den USA sind etwa 43 Prozent der Führungsstellen mit Frauen besetzt, in Deutschland rund 31 Prozent. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Anteil deutlich höher. Spitzenreiter ist Jamaika mit einer Quote von knapp 60 Prozent. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!